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Zündhölzer, die praktischen Feuerspender

Feuer zu erzeugen, jene gewaltige Entdeckung eines Steinzeitmenschen, blieb während Jahrtausenden schwierig. Noch zur Zeit der ersten Dampfmaschinen und Eisenbahnen schlug man mit Stahl (Taschenmesser) gegen ein Stück Feuerstein. Der entstehenden Funken entzündete ein Stück Zunder. Doch die Erweiterung der Kenntnisse von chemischen Vorgängen brachte für die Feuerbereitung eine entscheidente Wendung. 1832 stellte Jones in England die ersten Schwefelhölzchen her; sie entzündeten sich beim Durchziehen zwischen Schmirgelpapier.

1833 erfand der Deutsche Kammerer im Gefängnis die Phosphor-Zündhölzer (Bild). Sie brauchten keine besondere Reibfläche und wurden deshalb sogar den seit 1848 angefertigten "Sicherheitszündhölzern" lange Zeit vorgezogen. Diese besassen Köpfchen aus rotem, nicht giftigem Phosphor. Ihre Einführung gelang erst 1858 dem Schweden Lundström.

Text: Dr. Bruno Kaiser (1940) Holzschnitt: Paul Boesch