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Museumsreife Sammlerstücke

Zündholzschachteln sammeln ist ein beliebtes Hobby. So beliebt, dass der Sammlerklub auf ein schweizerisches Museum hinarbeitet.

Besonderer Beliebtheit erfreut sich unter zahlreichen Steckenpferden das Zündholzsammeln. Reger Tauschhandel führte schliesslich zu landesweiten Kontakten. Dies auch wegen zunehmender Publizität.
Die Kernfrage lautete: Was soll man tun mit historischen und aktuellen Kostbarkeiten, um sie einem grösseren Publikum zugänglich zu machen? Und siehe da: Der Vermögende (vor ein paar Jahren verstorbene) Appenzeller Konrad Nef gründete eine grosszügige Stiftung. Dank ihm ist ein schweizerisches Zündholzmuseum geplant. Für dessen Realisierung wurde diesen Frühsommer in Oftringen der Schweizerische Zündholzsammler-Klub gegründet. In Oftringen, weil dies der Wohnort eines der Museums-Hauptpromotoren, Beat Wasser, ist, und weil viel künftiges Museumsgut dort einen vorläufigen Standort gefunden hat.
Zu seinem Präsidenten wählte der konstituierte Klub den Krienser Moritz Camenisch. Bezeichnend für die Sache ist, dass auch deutsche Sammler anwesend waren und bei uns Klub-Mitglieder geworden sind. Als besonders interessant erweist sich das Tauschen zwecks Vervollständigung von Serien. Zu den Herausgebern ganzer Serien zählen nicht zuletzt auch Unternehmen, Institutionen, Zeitungen, Parteien, das Gast- und das Hotelgewerbe, die Tourismusindustrie usw. So gesehen wollen Zündholzschachteln kleine, sympathische Werbeträger in oft anspruchsvoller Aufmachung sein. Um ihnen ein ebenso sympathisches Denkmal zu setzen, fühlt sich der Klub auch den einstigen, geradezu zahlreichen Zündholzfabriken im eigenen Land verpflichtet.
Schweden und Deutschland führen längst ihre eigenen Zündholzmuseen. Zu ihnen unterhält der Klub bereits wertvolle Kontakte. Und über die Internetadresse www.zuendholzmuseum.ch ist bereits teilweise ersichtlich, wie man sich zum Beispiel die Serienregistrierung im künftigen Museum vorzustellen hat.

Bericht von Franz Trachsel
Bild von Esther Michel
Anzeiger Luzern vom 8. November 2002